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News
Olaf's Bericht vom Ostseeman
Meine persönlichen Eindrücke vom Ostseeman in Glücksburg
Schwimmen:
Hab mich ganz vorne links aufgestellt. Wider Erwarten nach dem Start keine Schlägerei, selbst
nach dem Abbiegen nach rechts.
Nach der ersten Wende gab’s dann doch ordentlich auf die Mütze. Verstehe nicht warum
manche keinen Abstand nach rechts oder links halten können. Ich sehe doch wenn einer neben
mir schwimmt.
Hab mich dann weiter außen gehalten, dort ging es dann besser. Allerdings habe ich dadurch
eventuell mehr Strecke gehabt.
Die zweite Runde war dann sehr entspannend, das Feld hatte sich doch weiter
auseinandergezogen.
Nach 1:06 dann aus dem Wasser, eigentlich wollte ich schneller sein.
Rad:
Bin komplett nach Puls gefahren. So wie ich es im Training schon gemacht habe mit
ansteigender Belastung. Nachdem sich der Puls vom Schwimmen beruhigt hatte bin ich die
ersten beiden Runden so mit 138, die nächsten 2 Runden mit 140 und die letzten Runden bis
142 gefahren.
Obergrenze an den Steigungen war 150. Also immer bewußt locker gefahren, am Beginn der Steigung aufs kleine Kettenblatt und kurbeln...

Hab mich auch super gefühlt, keinerlei Leistungsabfall gespürt und bis auf Nackenschmerzen in
den letzten Runden überhaupt keine Beschwerden gehabt.
Reine Fahrzeit laut Tacho war 5:06, Strecke 177,2Km entspricht einem Schnitt von 34,8Km/h.
Die Bedingungen fürs Radfahren waren aber auch ziemlich ideal, nur ganz wenig Wind und angenehme Temperaturen!
Laufen:
Bei 6:18 bin ich dann auf die Laufstrecke gegangen. Bin ja nicht so der Läufer, und wollte den Marathon in 4 Stunden laufen. Wäre also auf eine Gesamtzeit von 10:18 hinausgelaufen. Super dachte ich mir, das wäre ja schon schneller als ich mir vorgenommen hatte (10:30 minus).
Die ersten Runden gingen auch sehr locker so in 5:30 bis 5:45min.
Konnte meiner Familie am Campingplatz immer noch zulachen, mir ging es richtig gut.

Bei Km 20 bis 25 war dann aber Schluss mit Lustig. Ich bekam heftige Schmerzen in beiden Oberschenkelvorderseiten. Keine Krämpfe sondern die Muskeln machten richtig zu!
Die letzte Runde konnte ich bei den kurzen Bergabpassagen nicht mehr laufen sondern musste vorsichtig gehen!
Das waren echt fiese Schmerzen, am liebsten hätte ich aufgehört. Das war natürlich völlig unmöglich, ich wollte schließlich mit meinem jüngsten Sohn gemeinsam durchs Ziel laufen!
Die letzte Runde war dann richtig hart, aber auch irgendwann vorbei, und wir sind beide durchs Ziel gelaufen (er war übrigens schon Juniorostseeman am Vortag geworden).

Was mich nun auch verwundert ist das ich kaum Muskelkater nach dem Wettkampf habe, und heute fühle ich mich auch schon wieder recht gut.
Nach den Schmerzen beim Laufen rechnete ich schon mit dem Schlimmsten!
Die Frage ist nun was habe ich falsch gemacht. Zu wenig trinken und essen glaube ich nicht.
Hatte ja keinen Hungerast oder so. Zu schnell Rad gefahren denke ich auch nicht. Dieses Tempo (eher schneller) bin ich auch immer in den Intervallen gefahren. Danach konnte ich immer gut laufen.
Vielleicht zu wenig Magnesium? Habe während des Radfahren Malto, Bananen und Gels genommen. Allerdings hatte ich die Salztabletten vergessen. War aber auch nicht so warm.
Zu wenig lange Läufe? Befürchte ich fast, habe entgegen dem Trainingsplan von Arne (triathlon-szene.de) am Anfang des Jahres 4 x 30Km gelaufen. Danach nicht mehr, vielleicht brauche ich diese langen Läufe doch.
Ansonsten hat mir die Veranstaltung auch sehr gut gefallen. Tolles Publikum und Begeisterung wie in Roth!
